„Teilhabe braucht Demokratie – und Demokratie braucht Haltung“
BWMK-Geschäftsführerin Mareike Meister nimmt Stellung zum Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt
"Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ist ein Weckruf. Dass eine vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei mit deutlichem Abstand stärkste Kraft geworden ist, müssen wir als Gesellschaft sehr ernst nehmen. Wir als BWMK haben dazu eine sehr klare Haltung: Wir sagen Nein zu Extremismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit. Wir stehen für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch unabhängig von seinen Fähigkeiten, seiner Herkunft, seinem Alter, seinem Geschlecht, seiner Hautfarbe oder seiner Lebensgeschichte anerkannt wird und Respekt erfährt.

Mareike Meister
Denn Teilhabe ist kein Privileg, das man Menschen gewähren oder wieder entziehen kann. Wir sind der festen Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft hat und Demokratie Vielfalt braucht. Zukunft entsteht, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Das bedeutet auch Verantwortung, denn Demokratie gewährleistet Rechte, bringt aber auch die Pflicht mit sich, aktiv für diese einzutreten und diese zu schützen.
Das Wahlergebnis zeigt zugleich, dass wir die Sorgen, Enttäuschungen und Zukunftsängste der Menschen ernst nehmen müssen. Demokratie lässt sich nicht allein durch Abgrenzung verteidigen. Sie muss im Alltag erfahrbar sein: durch Respekt, durch Zuhören, durch faire Chancen, durch soziale Sicherheit und durch die konkrete Erfahrung, dass die eigene Stimme zählt.
Deshalb brauchen wir mehr gesellschaftlichen Dialog – gerade auch dort, wo Positionen auseinanderliegen. Aber Dialog bedeutet nicht, Menschenfeindlichkeit zu relativieren. Eine demokratische Gesellschaft ist offen für unterschiedliche Meinungen, aber nicht für die Abwertung der Würde des Menschen.
Als BWMK werden wir auch künftig unseren Beitrag zu diesem gesellschaftlichen Diskurs leisten. Wir schaffen Räume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und demokratische Beteiligung gelebt wird.
Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine Gesellschaft gestalten, in der jeder Mensch anerkannt ist, Respekt erfährt und einen aktiven Beitrag zum Miteinander leisten kann. Eine Gesellschaft, die Vielfalt nicht als Bedrohung begreift, sondern als Stärke. Und eine Demokratie, in der nicht nur über Teilhabe gesprochen, sondern diese auch Tag für Tag realisiert wird. Dafür stehen wir. Und dafür übernehmen wir Verantwortung."
