Zweites Social Barcamp Rhein-Main-Kinzig startet im Oktober
Nach Erfolg im Frühjahr: Austausch zur Zukunft der sozialen Arbeit geht weiter
Der Austausch über die Zukunft der sozialen Arbeit geht in die nächste Runde: Nach der erfolgreichen Premiere mit rund 50 Teilnehmenden im Frühjahr ist das zweite Social Barcamp Rhein-Main-Kinzig bereits in Planung. Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, 9-17 Uhr, treffen sich Fachkräfte, Führungskräfte, Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Verbänden, Wirtschaft und sozialen Organisationen erneut in der Alten Johanneskirche (AJOKI) in Hanau, um gemeinsam an den drängenden Fragen des Sozialwesens zu arbeiten.
Die Schirmherrschaft übernimmt erneut Hanaus Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. „Es ist mir eine Freude, das Social Barcamp erneut in Hanau zu begrüßen. Hier entsteht ein Raum, in dem Verantwortliche zentrale Fragen der sozialen Arbeit diskutieren und neue Impulse geben – ein großer Gewinn für unsere Stadt.“
Mit der erneuten Übernahme der Schirmherrschaft setzt der Bürgermeister ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der sozialen Arbeit in Hanau und der Region. Seine Unterstützung unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz eines Formats, das den fachlichen Austausch stärkt und den Blick auf die Zukunft richtet.

„Die große Resonanz auf die erste Veranstaltung hat gezeigt, wie groß der Bedarf an einem offenen, organisationsübergreifenden Austausch ist“, erklärt Samuel Mergenthal, der als Geschäftsleiter des Diakonischen Werks Hanau-Main-Kinzig zum Organisationsteam zählt.
„Die Herausforderungen, vor denen soziale Träger stehen, werden komplexer: Der demografische Wandel verschärft den Fachkräftemangel, globale Krisen verändern gesellschaftliche Rahmenbedingungen, während gleichzeitig finanzielle Spielräume kleiner werden. Umso wichtiger ist es, voneinander zu lernen, erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar zu machen und gemeinsam neue Lösungsansätze zu entwickeln. Gute Ideen entstehen dort, wo Menschen ihre Erfahrungen teilen, Best-Practice-Beispiele vorstellen und unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen“, ergänzt Dorothee Müller vom BWMK, die ebenfalls zum Orga-Team gehört.
Genau dafür steht das Social Barcamp. Anders als bei klassischen Fachtagungen bestimmen die Teilnehmenden die Agenda selbst. „Welche Themen diskutiert werden, entscheidet sich erst am Veranstaltungstag. Im Mittelpunkt stehen der Austausch auf Augenhöhe, das Teilen von Erfahrungen und die gemeinsame Suche nach praktikablen Lösungen“, erklärt Roland Judas von der DigitalCraft GmbH, der die Veranstaltung ebenfalls mitorganisiert.
Schon bei der Premiere entstanden intensive Diskussionen zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung in der Sozialen Arbeit, Fachkräftegewinnung, Burnout-Prävention und Organisationsentwicklung. Die Mischung aus unterschiedlichen Professionen, Perspektiven und Erfahrungen erwies sich als besonderer Gewinn. Statt fertiger Konzepte standen konkrete Fragestellungen aus der Praxis und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt.
Das Organisationsteam freut sich deshalb bereits auf die Fortsetzung. „Ziel ist es, die gewachsene Community weiter auszubauen und erneut einen Raum zu schaffen, in dem neue Ideen entstehen, bewährte Ansätze weitergegeben und tragfähige Netzwerke geknüpft werden“, unterstreicht Carmen Blatt von der Diakonie Hessen, die das Orga-Team komplettiert. Gerade in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen brauche die soziale Arbeit Orte, an denen gemeinsam gedacht, diskutiert und gestaltet werde – damit aus guten Gesprächen tragfähige Lösungen für die Praxis entstehen könnten.
Die Teilnahme steht allen Interessierten aus dem sozialen Sektor sowie verbundenen Bereichen offen. Anmeldungen sind ab sofort online möglich. Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es im Internet unter:
https://socialcamp.info/
