Team spült tausende Behälter für Medizinprodukte
Langjährige Zusammenarbeit zwischen Wächtersbacher Medizin-Produkte-Hersteller sfm medical devices GmbH und BWMK
Sorgfalt ist notwendig: Die Behälter, die später hochwertiges medizinisches Zubehör der Wächtersbacher Firma sfm medical devices GmbH aufnehmen sollen, müssen blitzsauber und ohne jegliche Rückstände angeliefert werden. Seit vielen Jahren kümmern sich die Mitarbeitenden der Reha-Werkstatt des BWMK in Bad Soden-Salmünster darum.
„Das Ganze ist eine Win-Win-Situation“, unterstreicht Elke Günther, die für den Medizin-Produkte-Hersteller als Zollbeauftragte tätig ist. Sie hat federführend die Zusammenarbeit mit dem BWMK aufgebaut, das mit seinem Netzwerk aus Werkstätten, Tochterunternehmen und Inklusionsbetrieben im Main-Kinzig-Kreis und Hanau dafür sorgt, dass Menschen mit Behinderungen sich qualifizieren und in der Arbeitswelt teilhaben können. So werden beispielsweise in der Elektro-Werkstatt des BWMK in der Berliner Straße in Bad Soden-Salmünster Jahr für Jahr tausende Kunststoff-Behälter, die dem Transport der Medizin-Produkte dienen, für die sfm GmbH gespült, getrocknet und nachpoliert. So viele, dass die seitherige Spezial-Spülmaschine ihren Geist aufgab und ersetzt werden musste.
Die Anschaffung des neuen Geräts ist ein klares Zeichen: „Wir wollen die gute Zusammenarbeit fortsetzen“, so Günther. Durch die Unterstützung der Mitarbeitenden aus den Werkstätten des BWMK werde das eigene Personal entlastet und könne andere Aufgaben übernehmen, berichtet Günther. Seit über 20 Jahren nimmt das Unternehmen verschiedene Dienstleistungen des BWMK in Anspruch – zum Beispiel Aktenvernichtung, Druck, Verpackung oder Wäschereiservice. Koordiniert werden die Leistungen vom BWMK: „Wir haben viel Erfahrung darin, gute Lösungen zu entwickeln – sowohl für die Menschen mit Behinderungen, die bei uns arbeiten, als auch für die Kundschaft“, berichtet Abteilungsleiter Tuna Moaremoglu. Es gehe immer darum, Arbeitsprozesse so zu organisieren, dass Menschen mit Behinderungen ihre Fähigkeiten einbringen können.
Dieses Know-How setzt das BWMK in seinen eigenen Betrieben um – und natürlich auch in Unternehmen und Firmen, die Menschen mit Behinderungen beschäftigen. „Wir verstehen Werkstatt als System an Leistungen zur beruflichen Rehabilitation, das an unterschiedlichen Orten Anwendung findet“, so Moaremoglu. So könnten Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gut begleitet werden. Beim diesjährigen „Schichtwechsel“ hatte ein Mitarbeiter der Reha-Werkstatt einen Tag lang in der sfm GmbH hospitiert – auch dadurch entstehen Impulse, Neues zu wagen und andere berufliche Möglichkeiten kennenzulernen. „Auch in der Arbeitswelt sollte niemand ausgeschlossen werden“, betont Elke Günther.
