Neue Arbeitsplätze, neue Perspektiven: LWV fördert Erweiterung des Inklusionsunternehmens Grün&Grün
Vertical Farming verbindet nachhaltige Lebensmittelproduktion mit beruflicher Teilhabe
Wo früher Pflanzen in einer Baumschule heranwuchsen, sollen künftig auch neue berufliche Perspektiven wachsen. Das Inklusionsunternehmen Grün&Grün in Linsengericht erweitert seinen Betrieb um ein neues Geschäftsfeld. Mit einer modernen Vertical-Farming-Anlage sollen künftig Salate, Gemüse und Kräuter regional und ressourcenschonend angebaut werden. Vor allem aber entstehen dadurch neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Das Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen unterstützt die Investition mit 127.539 Euro. LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler überreichte den Bewilligungsbescheid an Mareike Meister, Geschäftsführerin der BWMK gGmbH, und Joachim Schröck, Geschäftsführer der Grün&Grün GmbH.
„Im Mittelpunkt dieser Förderung stehen die Menschen und ihre Chancen auf Teilhabe am Arbeitsleben“, betont Landesdirektorin Susanne Simmler. „Hier entsteht nicht einfach nur ein neues Geschäftsfeld. Hier entstehen neue berufliche Perspektiven und ganz konkrete Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Genau darum geht es bei Inklusion. Menschen sollen ihre Fähigkeiten einbringen, Verantwortung übernehmen und ihren eigenen beruflichen Weg gehen können. Dass dies hier mit einer innovativen, regionalen und ressourcenschonenden Produktion verbunden wird, macht das Projekt besonders überzeugend.“
Mit der neuen Anlage erschließt Grün&Grün ein Geschäftsfeld, das gut zum bisherigen Profil des Unternehmens passt. Das Inklusionsunternehmen ist am Standort bereits in der Garten- und Landschaftspflege tätig und verfügt über Erfahrungen in der Pilz- und Kräuterzucht. Künftig sollen in einer sogenannten hydroponischen Anlage Salate, Gemüse und Kräuter angebaut werden. Dabei wachsen die Pflanzen ohne Erde und werden über Wasser mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Die Produktion benötigt vergleichsweise wenig Fläche und Wasser und kann weitgehend unabhängig von der Witterung erfolgen.
Die erzeugten Lebensmittel sollen insbesondere an örtliche Anbieter der Gemeinschaftsverpflegung geliefert werden. Mit dem neuen Geschäftsfeld sollen zwei Vollzeitarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden.
„Die Förderung des Integrationsamtes hilft uns, ein neues Beschäftigungs- und Lernfeld für unsere Mitarbeitenden zu schaffen. Gleichzeitig können wir unseren Anspruch stärken, nachhaltig und ressourcenschonend zu produzieren“, sagt Grün&Grün-Geschäftsführer Joachim Schröck.
Das Integrationsamt finanziert mit den 127.539 Euro unter anderem notwendige Baumaßnahmen sowie die technische Ausstattung der Anlage. Dazu gehören ein Wassertank, Elektroinstallationen sowie Anzuchteinheiten, Pflanzregale, Pumpen und Bewässerungssysteme.
Susanne Simmler: „Für mich zeigt dieses Projekt sehr schön, was gute Förderung bewirken kann, denn sie ermöglicht nicht nur eine Investition in Technik, sondern eröffnet auch Menschen Möglichkeiten. Und wenn daraus dauerhafte Arbeitsplätze, mehr Selbstständigkeit und neue berufliche Perspektiven entstehen, dann kommt die Förderung genau dort an, wo sie ankommen soll.“
Im Anschluss wurden in der neuen Kulinarik Küche Produkte von Grün und Grün verköstigt - regionaler geht es kaum.





